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Aktuelles aus  der Umsatzsteuerpraxis in der IGIC

 

 

Aktuell 01.01.2019

Rückforderung Umsatzsteuer im Jahre 2019.

Auf Teneriffa und Gran Canaria gibt es vermehrt Hotelprojekte und Apartmentanlagen, deren Bau nicht durch Bankfinanzierung erfolgt, sondern privates Kapital genutzt wird. Beispiele sind Abama im Süden von Teneriffa u.a.

Die Vorgehensweise ist, dass eine Privatperson ein Apartment käuflich erwirbt und dann für 20 Jahre an den Betreiber vermietet.

Regelmässig kommt die Problematik mit der  Umsatzsteuerrückzahlung auf, da die kanarische Finanzbehörde entweder die Umsatzsteuer von 7% (seit dem 1.1.2019: 6,5%) zurückzahlen und dann aber wieder einfordern, oder auf Antrag der Rückzahlung der kanarischen Umsatzsteuer mit dem letzten Jahresformular 420 ablehnend und mit der Anordnung einer Steuerprüfung reagieren.

Der rechtliche Grund für diesen Streit um die Vorsteuer ist, dass die kanarische Finanzbehörde davon ausgeht, dass die für 20 Jahre in die Vermietung gegebenen Apartments auch selbst genutzt werden, was bedauerlicherweise in einigen Verträgen der Abtretung und Vermietung abstrakt vorgesehen ist. 

Diese Abstraktheit reicht der kanarischen Finanzbehörde aus, und wendet den Art.29 Gesetz 20/1991 an.

In dieser Norm wird von Exklusivität der gewerblichen Nutzung gesprochen und alleine die Möglichkeit der privaten Nutzung, reicht der kanarischen Finanzbehörde aus, die Umsatzsteuer (IGIC) nicht zurückzuzahlen.

Der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten ist regelmässig zu beschreiten und beim Immobilienkauf auf Teneriffa sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein ausschliessliches Gewerbeobjekt handelt und keine Selbstnutzung gestattet ist, auch nicht abstrakt vertraglich.

 

Aktuell 16.08.2018

Im Falle von Unternehmen oder Gewerbetreibenden mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, wird die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Erstattung und die Verpflichtung, den Antrag elektronisch einzureichen, an die diesbezüglichen Gesetze angepasst. (L Canarias 6/2008 art.2 redacc L Canarias 7/2017; y LIGIC art.48.8 redacc L 3/2017).

Seit dem 01.01.2018 beginnt die Frist für die Einreichung von Erstattungsanträgen am Tag nach dem Ende eines jeden Kalenderquartals oder Kalenderjahres und endet am 30. September nach dem Kalenderjahr, in dem die Quoten, auf die sie sich beziehen, gezahlt wurden.

Wie die Erstattungsanträge zu stellen sind:

    • Im Falle von in einem EU-Mitgliedstaat niedergelassenen Unternehmern oder Gewerbetreibenden: Die Einreichung erfolgt elektronisch über das von dem Mitgliedstaat zu diesem Zweck eingerichtete elektronische Portal.

 

  • Im Falle von Unternehmern oder Gewerbetreibenden, die nicht in einem EU-Mitgliedstaat ansässig sind: Die Anträge werden nach dem von der verantwortlichen Person der für Steuerangelegenheiten zuständigen Abteilung genehmigten Modell gestellt, das die in Art.12.1.d. D Canarias 268/2011 genannten Angaben enthalten muss (s. Memento Canarias nº 3139).

 

Aktuell 01.01.2018

Ab dem 01.01.2018 gilt wieder die Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer, dass erst ab 30.000,00 EUR Jahresumsatz eine Anmeldung in der Umsatzsteuerpflicht (IGIC) erforderlich ist. Der Kleinunternehmer kann keine Vorsteuer abziehen und keine Umsatzsteuer auf seinen Ausgangsrechnungen ausweisen. Der Kleinunternehmer kann auf diese Freistellung verzichten. Dieser Verzicht gilt dann mindestens für 3 Jahre.

 

Rückerstattung Umsatzsteuer Kanarische Inseln

Mit dem Gesetz vom 30.12.2017 wurde für das Jahr 2018 geregelt, dass Unternehmen, die nicht auf den Kanarischen Inseln ansässig sind, die Umsatzsteuer zurückfordern können, wenn Sie die neuen Fristen einhalten. Quartalserklärung: im folgenden Quartal, in dem die kanarische Umsatzsteuer (IGIC) bezahlt wurde, bzw. die Rechnung emfangen wurde. Jahreserklärung: im folgenden Jahr bis zum 30.09.xx

 

 


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