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Aktuelles aus  der Umsatzsteuerpraxis in der IGIC

 

 

Stand: 30.05.2020

 

Die Kanarischen Inseln gehören steuerlich zum spanischen Hoheitsgebiet, doch haben wesentliche steuerliche Vergünstigungen in der Körperschaftssteuer (ZEC, RIC 4% statt 25% Restspanien – weiterlesen) und auch in der Umsatzsteuer eine Sonderstellung.

 Die Kanarischen Inseln gehören nicht zum europäischen Umsatzsteuergebiet. Deshalb sind Unternehmen mit Sitz auf den Kanarischen Inseln auch nicht im VIES System gelistet und haben keine UST ID.

Unternehmen auf Gran Canaria, Teneriffa etc sind umsatzsteuerlich als DRITTLAND zu qualifizieren.

In der Umsatzsteuer gibt es wesentliche steuerliche Vorteile beim Immobilienkauf. Die kanarische Umsatzsteuer beträgt bei einem Immobilienkauf nur 7% IGIC, nicht wie in Spanien, Mallorca, wo sie 10% IVA beträgt.

Zu dem gibt es auf Teneriffa und anderen Kanarischen Inseln noch weitere steuerliche Vorteile in der Umsatzsteuer und beim Immobilienkauf.

Verkauft ein Unternehmen eine Immobilie auf Teneriffa aus zweiter Hand und der Käufer ist ebenso ein, auf den Kanarischen Inseln umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen, dann kann der Verkauf umsatzsteuerfrei gestellt werden. Es werden 7% Umsatzsteuer und damit erhebliche Liquidität gespart.

Kauft ein Unternehmen aus einer gerichtlichen Zwangsversteigerung, dann kann ebenso die Umkehr  der Steuerlast nach Art.19 LIGIC angewendet werden. wenn der Ersteiger ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen ist. Folglich kann auch bei einer gerichtlichen Zwangsversteigerung die Umsatzsteuergespart werden.

Selbst wenn das Unternehmen eine deutsche GmbH wäre, dann könnte auch diese sich in der kanarischen Umsatzsteuer anmelden, um diesen Steuervorteil zu erlangen.

 

Rückforderung Umsatzsteuer im Jahre 2020

 

Auf Teneriffa und Gran Canaria gibt es vermehrt Hotelprojekte und Apartmentanlagen, deren Bau nicht durch Bankfinanzierung erfolgt, sondern privates Kapital genutzt wird. Beispiele sind Abama im Süden von Teneriffa u.a.

Die Vorgehensweise ist, dass eine Privatperson ein Apartment käuflich erwirbt und dann für 20 Jahre an den Betreiber vermietet.

Regelmässig kommt die Problematik mit der  Umsatzsteuerrückzahlung auf, da die kanarische Finanzbehörde entweder die Umsatzsteuer von 7% zurückzahlen und dann aber wieder einfordern, oder auf Antrag der Rückzahlung der kanarischen Umsatzsteuer mit dem letzten Jahresformular 420 ablehnend und mit der Anordnung einer Steuerprüfung reagieren.Der rechtliche Grund für diesen Streit um die Vorsteuer ist, dass die kanarische Finanzbehörde davon ausgeht, dass die für 20 Jahre in die Vermietung gegebenen Apartments auch selbst genutzt werden, was bedauerlicherweise in einigen Verträgen der Abtretung und Vermietung abstrakt vorgesehen ist. 

Diese Abstraktheit reicht der kanarischen Finanzbehörde aus, und wendet den Art.29 Gesetz 20/1991 an.

In dieser Norm wird von Exklusivität der gewerblichen Nutzung gesprochen und alleine die Möglichkeit der privaten Nutzung, reicht der kanarischen Finanzbehörde aus, die Umsatzsteuer (IGIC) nicht zurückzuzahlen.

Der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten ist regelmässig zu beschreiten und beim Immobilienkauf auf Teneriffa sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein ausschliessliches Gewerbeobjekt handelt und keine Selbstnutzung gestattet ist, auch nicht abstrakt vertraglich.

 

Praxisbeispiel

Im Falle von Unternehmen oder Gewerbetreibenden mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, wird die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Erstattung und die Verpflichtung, den Antrag elektronisch einzureichen, an die diesbezüglichen Gesetze angepasst. (L Canarias 6/2008 art.2 redacc L Canarias 7/2017; y LIGIC art.48.8 redacc L 3/2017).

Seit dem 01.01.2018 beginnt die Frist für die Einreichung von Erstattungsanträgen am Tag nach dem Ende eines jeden Kalenderquartals oder Kalenderjahres und endet am 30. September nach dem Kalenderjahr, in dem die Quoten, auf die sie sich beziehen, gezahlt wurden.

 

Wie die Erstattungsanträge zu stellen sind:

Im Falle von in einem EU-Mitgliedstaat niedergelassenen Unternehmern oder Gewerbetreibenden: Die Einreichung erfolgt elektronisch über das von dem Mitgliedstaat zu diesem Zweck eingerichtete elektronische Portal.

Im Falle von Unternehmern oder Gewerbetreibenden, die nicht in einem EU-Mitgliedstaat ansässig sind: Die Anträge werden nach dem von der verantwortlichen Person der für Steuerangelegenheiten zuständigen Abteilung genehmigten Modell gestellt, das die in Art.12.1.d. D Canarias 268/2011 genannten Angaben enthalten muss (s. Memento Canarias nº 3139).

 

 

 


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